Ein heute veröffentlichtes Gutachten des Wissenschaftsrats hebt die besondere Relevanz des Forschungsgroßgeräts für Deutschland und Europa hervor. Die äußerst positive Bewertung durch das Expertengremium dient als Entscheidungsgrundlage für das Bundesforschungsministerium.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IceCube-Neutrinoobservatoriums am Südpol haben eine Intensitätsspitze im Energiespektrum hochenergetischer Neutrinos identifiziert, die aus den Tiefen des Alls auf der Erde eintreffen. Mit Hilfe dieses Ergebnisses lässt sich erheblich genauer eingrenzen, wo und wie diese schwer fassbaren Teilchen erzeugt werden – was uns wiederum mehr über die extremen Neutrino-Quellen im Weltraum verrät. Die Ergebnisse wurden von der IceCube-Kollaboration in Physical Review Letters und Physical Review D veröffentlicht und basieren auf einer Analyse, die von einem Team von Forschenden von DESY, der RWTH Aachen und der University of Wisconsin-Madison geleitet wurde.
Federico Meloni, Teilchenphysiker bei DESY, hat eine gemeinsame Berufung an die Universität Bern angenommen und ist damit der erste DESY-Wissenschaftler, der Professor an einer Schweizer Universität wird. Meloni forscht am ATLAS-Experiment am LHC beim CERN und ist stellvertretender Sprecher eines geplanten Teilchenphysik-Experiments am European XFEL: LUXE. LUXE soll mit Hilfe eines hochenergetischen Elektronenstrahls, eines Lasers, einer Vakuumkammer und einer Reihe von Detektoren Licht in einen unerforschten Bereich der Physik bringen. Meloni erklärt, was es mit dem „LUXE”-Experiment auf sich hat.